Der Bourkesittich

 

Aussehen: Länge: 19 cm Gewicht: ca. 45-50 g Männchen: Oberseite bräunlich, Brust rosa mit braun, Bauch rosa, Federn mit bräunlichen Säumen. Stirnband, Schultern, Unterflügel, Unterschwanzdecken, Schenkel und Flanken blau, Flügel und mittlere Schwanzfedern grauoliv, äußere Schwanzfedern weiß mit blauen Säumen. Schnabel hornfarben, Iris braun, Beine graubraun. Weibchen: matter gefärbt, blaues Stirnband fehlt, weißer Flügelstreifen vorhanden. Jungvögel: ähnlich Weibchen, etwas blasser. Volle Ausfärbung nach ca. 4-5 Monaten.

Lebensraum: trockenes Buschland mit Akazien

Verbreitung: Westaustralien, südliches Nordaustralien, Südwestliches Queensland, Nordwestliches Neusüdwales, Südaustralien

Unterbringung: Haltung in großem Käfig mit viel Freiflug, besonders abends, besser Voliere oder Außenvoliere (Mindestmaße: 3x1x2 m LxBxH) mit frostfreiem Schutzraum (Mindestmaße: 1x1x2m LxBxH). Da sie leicht zur Verfettung neigen, sind viel Bewegung und fettarme Ernährung sehr wichtig. Das Futter sollte auch auf dem Boden angeboten werden. Verhalten:

Verhalten: Paarweise und in kleinen Gruppen von etwa 10-30 Vögeln, bei gutem Nahrungsangebot gelegentlich größere Schwärme. Ihre Nahrung, die hauptsächlich aus Samen von Gräsern, Kräutern, Bäumen und Büschen sowie jungem Gras besteht, suchen Bourkesittiche auf dem Boden. Sie leben nomadisch und richten sich dabei nach dem Nahrungsangebot. Die meiste Zeit verbringen sie mit Fressen oder Ruhen. Sie sind dämmerungsaktiv, also vorwiegend früh morgens und abends aktiv. Der Flug ist schnell und geradlinig, beim Fliegen erzeugen die Flügel einen pfeifenden Ton.

Verschiedenes Nahrung: Neophemenfutter, Wellensittichfutter oder Großsittichfutter (oder beides gemischt) (verschiedene Hirsesorten, Glanz, Leinsamen, Perilla, Buchweizen, Haferkerne, viele Wildsamen, wenige kleine Sonnenblumenkerne, wenig Negersaat, wenig Hanf), ggf. mit Waldvogelmischung ohne Rübsen, Obst, Gemüse, Grünfutter, Beeren, frische Knabberzweige

Zucht: Bourkesittiche sind durchweg gut vermehrbare Vögel, die sich ihrer Aufgabe mit unbeirrbarem Eifer widmen. Ein geeigneter Nistkasten sollte bei einer Grundfläche von 20 x 20 cm etwa 30-35 cm hoch, das Flugloch etwa 7 cm weit sein. Bourkesittiche bauen keine Nester, sondern legen ihre Eier gern auf eine weiche, einigermaßen feuchte Unterlage. Dazu kann man den Boden des Kastens mit etwas Torfmull oder Holzmulm bestreuen. Ein Gelege umfasst 3- 6 Eier, die vom Weibchen etwa 18-20 Tage lang bebrütet werden. Die Jungen fliegen im Alter von etwa 4 Wochen aus, werden aber noch ungefähr zwei Wochen lang (hauptsächlich vom Vater) betreut.

Oft ist das Weibchen unterdessen schon eifrig mit dem nächsten Gelege beschäftigt. Bourkesittiche sind recht fruchtbare Vögel: Wenn sie in guter Verfassung sind und abwechslungsreich gefüttert werden, können sie in einer Saison erfolgreich zwei oder sogar drei Bruten aufziehen. Die Jungvögel zeigen nach etwa acht Monaten die Erwachsenenfärbung. Elterntiere, die sich gut verstehen, sollte man besser nicht trennen: Bei dieser Vogelart bleiben die Partner oft ein Leben lang zusammen.